outofnippon


Blast
August 10, 2008, 11:47 Uhr nachmittags
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Herzerwärmend ist der leicht zerstörerische Part der Selbstentblößung. Vom bloßem Zusehen, flittern die kleinen Äug`zerstäuber ab, dass es nur so eine Pracht hat.

Silberzilisierter Bodennebel ertränkt das letzte Gefühl, berauscht uns mit seiner erdückenden Stille. Kennst Du den elfenbeineren Pfad ins Vergessen? Vorbei an wilden Obstgärten und zerschossenen Holzzäunen? Mit aller Macht wurden die Barrikaden genommen. Unter dem Bein klingt es organisch und man weiß nicht ob man rennen oder vor Dankbarkeit nierderknien soll. Den Mund Zoll um Zoll den Boden entgegendrückend, den Nacken entblößt, das Hemd bis zum Ellebogen hochgerollt. Die Male sind nun offensichtlich! Für jeden, für Dich und Dich.

Klimt-medizin

Die Kunst ist es nur, es für Normalität zu nehmen.

Musik zwodreifier:

say hi vs. rainbow arabia

oder was immer ihr wollt.

Halt noch einen:



Kalbin senin
Juli 8, 2008, 8:11 Uhr nachmittags
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Süß wie Honig mit Glasscherben schmeckt diese parallele Welt. Sehnsucht und Leidenschaft, in vollen Zügen gelebt. Risse in der Wand, die die Gefühle nicht mehr halten können, eingewoben in das Gespinst der vollständigen Unvollständigkeit.

Die Wiederentdeckung des Schmerzes nimmt sich fein aus in der heimischen Gewürzsammlung. Eine Prise Kauderwelsch, ein halbes Lota vom Gelben dort und fertig ist der Trunk (auch gerne als Schlammbad anzuwenden). So sämig und warm hat man sich selten gebettet.

Der Opiumtisch neben dem Bett ist gedeckt mit allerei Buntem und die Gespenster der blauen Stunde stimmen ihren weinerlichen Gesang an. Endlos könnte ich ihnen lauschen. Endlos, endlos, endlos, bis sich die Seele löst.

Mein Nervenkostüm ist auch nicht mehr das, was es niemals war. In Jetzt und Ewigkeit… aber einfach immer weiter so. Rückwärts liegt da vorne und seitlich… Mein Gott

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Hybrid und kopflos
Juni 18, 2008, 9:14 Uhr vormittags
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Dein Blick wirft mich immer noch um. Die Stadt pulsiert, Staub in meiner Lunge und auf deinen Händen. Laternenpfahl um Laternenpfahl wird geknickt. Impressionen von Zeit zu Zeit in Pixel gepresst, damit ich mich nicht vergesse.

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Der Besch(l)uß
Juni 2, 2008, 3:00 Uhr nachmittags
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In der großen Retrospule angekommen, schwanger mit vielen Beschlüssen die im großen Laissez-faire Laissez-allez doch nur den Weg alles Irdischen gehen.

Verdammt, gute Musik macht sich rar. Alles ausgeflogen gen Norden dem letzten Eis entgegen?

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Oder doch im Schwarzwald?

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Mein Freund hyperventiliert (Das Ende der Fahnenstange?) aber das tut hier nichts zur Sache (wie übrigens diese Bilder auch aber schön, wenn man so einen Blick vor der Haustür hat, gelle?)

Großmaul



Bergamotte
Mai 2, 2008, 7:20 Uhr nachmittags
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In leeren Häusern oder auf dem freien Feld colorieren wir unsere Hemmungen. Manchen gelingt es besser als anderen und jeder ist auf seine Art und Weise zufrieden/glücklich/traurig. Warum auch nicht?

Wichtig sind doch Gesichter, die im Gedächtnis bleiben und die Stimmen…

Am Ende klappt es dann auch mit dem Augengeklimper.

DonnaDonna

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Ein düsterer Vogel klappert noch aus der fernen Eiszeit dann und wann mit dem Schnabel. Sein Atem macht mich frösteln, doch gleichzeitig ist es auch der Rauch des Lagerfeuers an dem ich mich so oft gewärmt habe. ganz ohne geht wohl doch nicht.

we carry on that nylon smile



Über die Gemengelage der Gefühle
Februar 27, 2008, 5:49 Uhr nachmittags
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und andere Absonderlichkeiten fällt es mir in letzter Zeit schwer zu schreiben.

Ich tauge wohl doch nur für Schwarzschreiberei. Was bleibt ist die Hoffnung, dass bald alles wieder schlimmer wird. Dann kann hier munter weiter lamentiert werden, derweil das Herz verkohlt und die Wände näherrücken. Bis dahin…

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Zeitschleife
Dezember 31, 2007, 1:55 Uhr nachmittags
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Etwas hinterlässt der Mensch auch wenn es nichts ist. Ein Fussabdruck in der Schneelandschaft meiner Wohnung. In den Federkissen lauter Druckstellen, Asche im Eierbecher, Leere im Kühlschrank. Meine Seele hat auch schon Dellen. Flüchtiges, in sich Seltsames, frisch gezeugte Erinnerungen, Traumlandschaften.

Ich lebte im Jahr der Wiedergänger. Untotbar fahren sie durch mich oder doch eher in mich? Komprimiert aus der Vergangenheit auf den Gabentisch. Ohne Verpackung, roh und zuckend. Und drauf bin ich auch wieder. In der frischen Nachtluft, wenn sogar schon das kalte Licht der Plasmabildschirme in den Fenster erloschen ist, laufe ich mit zwei Geistern an der Hand die dunkle Straße entlang. Meine Liebe gehört euch. Die glühenden Augen durfte ich nicht nehmen auch die depressive Liebe nicht. Jedem das Seine, nicht wahr? Wir verstehen uns.

Es gibt immer etwas, was uns nie verlassen wird. Erinnerungen hören nie auf. Ganz im Gegensatz zu Träumen. Erinnerungen bilden die Welt in der wir laufen aber die Spur der Hände ist nur für mich zu finden. Wohlfeil ausgelegt, verschlungen, nur dass am Ende keine Falle wartet, in der sich der schwarze Fuchs die Pfote abnagt. Manchmal beisse ich mir selbst bis auf die Knochen, nur um zu merken, dass ich keinen Schmerz spüre und kein Fangeisen mir das Zahnfleisch verätzt. Ich bin unverwundbar in der Welt der Halbschatten. Auch wenn es nicht so scheint: ich sehe das ganz klar.

Ich warte nur noch darauf, dass sich Gottes Berg erhebt und sanft nach Norden schwebt. Das Jahr ist ja noch nicht vorbei. Alles scheint möglich.

Mein Gruß geht nach Fujikawaguchi, Friedenau und Lichtenberg

Radiohead

Fink

Ra Ra Riot

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Trend
Dezember 18, 2007, 7:27 Uhr nachmittags
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Versöhnung liegt im Trend dieser Tage. Und ich söhne mich um die Wette mit allerlei aus. Auch mit dem kleinen Phantomschmerz, den der Brandbeschleuniger Melancholie mir hinterliess.

Und den Spinnenweben die hier im Netz hängen.

Sprachlosigkeit kann manchmal auch seinen Charme haben.

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listen !!



Kein Hilferuf
November 15, 2007, 1:16 Uhr nachmittags
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Draussen strahlt die Sonne, das Wetter hüllt sich in Schweigen und geniesst - trotzdem. Ich muß raus. Hier findet gerade die Eiszeit statt. Selbstzweifel fressen an mir, wie die Ratten am Taubenkadaver.

Arbeiten geht kaum noch. Umso besser, dass jetzt von außen der Zwang kommt. Loszugehen und zu funktionieren. Einfach Zahlen hin und her schieben. Abschalten mal länger als die Stunde Kung Fu oder Gitarre. Einfach platt arbeiten, erschöpft mit leeren Hirn nach Hause stolpern und sich dumpf im Spiegel betrachten. Die Stücke die man übt, vertiefen doch nur den Frust der immer wieder aufwallt.

Nur bittere Gefühle … überall. Stumme Autoagression, Fluchtgedanken, Agonie und was es noch für tolle Fremdwörter gibt, die eh kein Mensch versteht.

Zwischendurch in kostbaren Momentaufnahmen ist Glück hier, sind Menschen die mich anlachen, ja sogar strahlen und ich spiele meine Rolle gut. Eloquent, unterhaltsam, wilde Bilderbuchgeschichten die ich in endlosen Tapeten auf dem Küchentisch ausbreite, Gefühlsnapalmteppiche. Nein, es sind keine Rollen. Das bin ich aber dann bricht ein nächster Tag heran. Der Mensch ist nicht mehr da, läuft mit hochgezogenen Schultern im kalten Wind der Stadt entlang, leuchtet noch ein wenig, lacht sogar in sich hinein, wenn er an den letzten Abend, die letzte Nacht denkt, derweil ich in der gnadenlosen großen, leeren Wohnung kauere mit einem großen Kater von mir selbst. Und ich komme mir so fern und fremd vor. War ich das wirklich, woher nahm ich diese Energie und wo ist sie hin? Kann ich sie nicht mehr halten? Nicht länger als den Menschen in diesem Moment, wenn wir uns berühren und er mir Wärme gibt? Das bin ich auch - jetzt.

Deine Stimme ist jetzt noch so unmittelbar in meinem Ohr. Der Wunsch meine Hand auf Deinen Leib zu legen und dort den letzten Rest Wärme in mich aufzunehmen, der dort für mich noch vermeintlich reserviert ist. Ein widerlicher Vampir der nichts von sich selbst mehr hat. Mein Kühlschrank und ich sind uns in diesen Momenten sehr nah.

adc73



Kann “man” in sich selbst verschwinden?
November 13, 2007, 10:34 Uhr vormittags
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Sich ganz klein zusammenrollen, immer eine Drehung mehr als möglich. Ganz langsam, immer langsamer, bis aus dem völligen Stillstand eine eigene Bewegung wird. Die Welt um mich herum so schnell wird, dass ich sie nicht mehr wahrnehme. Auf der Straße stehen zu können und Autos donnern durch mich hindurch ohne mich zu berühren.

Möchte ich das?

Berührung war einmal, jetzt beschlägt in der Wohnung nur noch das Fenster, wenn ich ganz dicht davorstehe und vorsichtig ausprobiere wie Atem sich anfühlt. Ganz sanft ob es noch funktioniert. Und die Heizung macht merkwürdige Geräusche. Transparent, so wie mein Atem, fühle ich moch dort hinter der Scheibe.

Über den dunklen Hinterhof sehe ich in den hellen Küchenfenstern das Leben anderer Menschen, wie sie gebückt am Herd stehen und ins Telefon reden. Sie reden und reden und reden. Mir wird ganz schlecht davon.

Der Schnee liegt schon ganz dicht. Meine Füße werden ganz taub. Irgendwo muß es ja anfangen. Wie der Hüter der Verloren- und Verlogenheit, so fühle ich mich selbst. Kristalien und graublau. Dabei will ich doch das Gegenteil.